hibbelig, hubbelig, wibbelig
Wirst schon sehen
® by schtueck
Eh‘ du dich versiehst,
ist unversehens Schluss mit einem Wiedersehen
ohne Weinen, ohne Flehen.
Nun gib gut Acht und pass auf wohin du willst,
zu einem Zeitpunkt, da du noch was giltst.
Du musst jetzt rasch alleine gehen;
Schön! – wenn sie sich sehnen,
denn ansonsten, wirst schon sehen:
Schläuche, Drähte, Kabelfernsehen
– alles was bleibt –
und aus Versehen falsch herum,
wenn nicht gar rundherum verkehrt getrag’ne Kleidungsstücke
(so dass wenigstens das Schild nicht kratzt, bitteschön).
Oder Schlimmeres.
Tiefer klaffen die Synapsenlücken
– wer war sie noch, wer war er
(mit dem schönen Lächeln; Zähne weiß! wie ein Gewehr)?
Willst nach Wissensbrocken greifen, saftig, lecker,
doch da hilft kein Bitten und kein Locken;
gehst den Wachen auf den Wecker.
Stubenhocken und Gemecker unvermeidlich;
– alles was bleibt –
Viel zu weit, die Weite, um sie flugs zu überbrücken.
Ich versteh‘ schon... willst noch einmal etwas bauen,
und wenn’s bloß ist mit den bloßen Händen auf den Putz zu hauen.
Mit der Bitte um Verzeihung:
Nach Ablauf deiner Tage,
ist dir nicht mehr gegeben,
als Mitleid und Erbarmen anzuhäufen.
Lass dir gesagt sein, nur ein Rat,
darfst dich ruhig schnäuzen, ohne Klage, allzu tiefes Seufzen:
Brauchst nicht ringen, brauchst nicht bauschen,
brauchst nicht mehr als still und froh den Vögelein zu lauschen;
sie singen dir ein Lied.
Besser, es ist unversehens Schluss!
Auf die Wange – hauch – ein letzter Kuss,
dann musst du gehen.
Es ist gut so, wirst schon sehen.
am 20. April 2016 erstellt , zuletzt verändert von schtueck am 20. April 2016

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erli, Fr, 22. Apr, 04:16
wow.
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