hibbelig, hubbelig, wibbelig
Freitag, 17. Juni 2011
Wann gehen wir an's Meer?
® by schtueck
Wann gehen wir an's Meer?
fragst Du mich immer und immer wieder
"Du sehnst dich danach sehr", sagst Du,
immer und immer wieder,
denn, es riecht dort so gut nach Flieder
und Lavendel, denn, es blüht immer dann wenn,
Du davon träumst, Du gingest spazieren, dort
an diesem Ort deiner Phantasie
Realität wird er nie.
phantasieren, für immer nur phantasieren
danach gieren, verzehren; Du kannst dich nicht wehren;
bist gefesselt
an den Raum
den dein Geiste Dir gebietet - in all seiner Weite
in all seiner Enge.
"Es erzeugt - ein banges Gefühl", sagst Du.
Das wundert mich nicht, denn, es dauert lange.
Zu lange.
Die Frage ist, was fange ich mit dieser Frage an?
Lange. Ja mein Lieber, es dauert lange.
Niemals zu lange!
"Keine Bange, ich bleibe bei Dir", sage ich nur.
Und streichle deine Wange.
...wurde im Genre Poesie am 17. Juni 2011 erstellt  am 17. Juni 2011

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Dienstag, 12. April 2011
Von Bäumen lernen.
® by erli
Ein Baum tut keine großen Schritte
und wird doch hundert Jahre alt.
Pro Jahr ein Ring um seine Mittte
in tausend Jahrn ein ganzer Wald.

Niemand war schon immer groß.
Sogar der allerstärkste Stamm
wuchs irgendwann ganz unten los.
So wie der Bock als braves Lamm.

Als kleiner Spross ist es nicht leicht:
Es scheißt der Hirsch, es beißt der Wurm
und falls das Licht zum wachsen reicht
entwurzelt man beim nächsten Sturm.

In Frieden leben nur die Alten
die selbst im schlimmsten Ungewitter
stets ihr Gleichgewicht behalten
Ganz frei von Angst und Rumgezitter.

So weißt Du nun mein sattes Kind
auch wenn wir klein und ängstlich sind
müssen wir doch weiter sprießen
Und darum den Spinat genießen.
...wurde im Genre Poesie am 12. April 2011 erstellt , zuletzt verändert von erli am 17. Juni 2011

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Sonntag, 6. Februar 2011
Onkel Wowa
® by erli
Meine kleine Zicklein
steht oben auf dem Dach,
я кричу geh runter
она стоит и lacht.
...wurde im Genre Poesie am 06. Februar 2011 erstellt  am 06. Februar 2011

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Mittwoch, 23. Dezember 2009
warm und kalt
® by erli
Winter Wonne Kuscheldecke
Kätzchen hinter jeder Hecke.
Flauschig warm und wohlig weich
Kalter Frosch im starren Teich.

Am Ofenrohr die Hände frieren
Friedlich gähnen. Musizieren.
Der Winter ist ein frommer Gast
Er fällt uns aber auch zur Last.

Heizungsrohre tauen lassen
Eingeschneit den Bus verpassen
Tiefgefroren bis zum Kerne
Die Zunge hängt an der Laterne

Blaue Zehen. Nasses Warten.
Stundenlang den Motor starten.
Husten Schnupfen Heiserkeit
Oh Du gnadenlose Zeit.
...wurde im Genre Poesie am 23. Dezember 2009 erstellt , zuletzt verändert von erli am 17. Juni 2011

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Mittwoch, 16. Dezember 2009
Jeremias in Afrika
® by schtueck
Kaum sah ich das Futter, war es fort
An einem sicheren und wohl behüteten Ort
Man nennt ihn: den Magen!
Über den Magen gibt’s viel zu sagen und manches zu fragen,
ich werd‘ es nun wagen und euch mit einigen Weisheiten plagen.

Ist er gut gefüllt wirst Du niemals verzagen
Ist er leer hingegen einiges wagen,
ihn wieder zu füllen, nimmst es auf mit schrecklichen Tieren,
gar wildem Brüllen, trachtest nach ihrem Fleische
auf dass der Hunger von Neuem weiche!

Und dann, lasst’s mich euch sagen;
Nach getaner Arbeit folgt gut gefüllter Magen.
So ist’s, nur dass ihr’s wisst. Und dann,
nach erfolgreicher Jagd bereitet die Magd
das wilde Wild gar köstlich zu zu zubereitetem Schmaus,
gar köstlich Gelagen es geziemt sich zu fragen…
..wer war denn der kühne Held dem wir verdanken
den ganzen Saus und den Braus?

Ohne zu wanken bracht er die Beute zum schwanken
stieß sie präzise darnieder, nun find‘ sie sich wieder…
Am Spieße über dem Feuer, das leckere Ungeheuer!
Selbst der Bettler der Mann ohne Geld nagt
Danke O Held - nicht länger an dieser Maus, es war wahrlich ein Graus;
Und vom Mahle bleibt noch genug für die Laus
In seinem Haar, das ist ja wunderbar!
Zuckerwatten für die Ratten,
es ist genug für Alle da!

Nun, sicher könnt ihr’s kaum erwarten,
ich werd‘s euch nun verraten, wer’s ist,
der kraft seines Mutes viel Gutes uns tut.

Es ist der da drüben, der mit dem weißen Hut
dem geknüpften Zopf, aus tiefbraunem Schopf
in seinen weißen Hosen und Hemden,
hat er die edlen und kraftvollen Züge eines nördlichen Fremden,
Er kam um zu geben, Freude am Leben,
Weisheit und Güte, Wonne in Aller Gemüte,
Ein hoch auf den Ritter, den Paladin, in unserer Mitte!

Schon bald hingen die Neger dick , kugelrund und kerngesund,
wie die reifen Trauben an ihren Reben, und
freuten sich ihres Lebens tagein tagaus,
nur der Jerry, Gott sei’s gedankt, er ist’s um den sich diese Geschichte rankt;
er kehrt wieder heim und sorgt dort für Stoff, auch
für den nächsten, wohl wohlgedichteten Heldenreim.
...wurde im Genre Poesie am 16. Dezember 2009 erstellt  am 16. Dezember 2009

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Dienstag, 17. Februar 2009
die Gesellschaft
® by tost
„Die Gesellschaft“


Routinierte Belanglosigkeit,
schnappt nach Gesprächsfetzen
und kalt grinsend,
schweigt der Marmor
zur geselligen Einsamkeit.

Gebrechliche Empfangskleider,
klammern sich an Sektglashälse
und kreischen einstudierte Glücksgesten,
während die großen Spiegel
ihre Gegenüber verhöhnen.

Lippenstift-verschmierte Kopfkissen,
würgen Eau de Cologne
und dumpfes Klaviergemurmel
wärmt die, im kalten Rauch erstarrten, Räumlichkeiten.

Den Kopf ins Genick werfend,
sprudeln Worthülsen
und die, in den Proseccogläsern taumelnden
Sprechblasen, platzen dann im Aspirin-Strudel
beim morgendlichen Brunch.

Man sieht sich!
...wurde im Genre Poesie am 17. Februar 2009 erstellt  am 17. Februar 2009

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Sonntag, 15. Februar 2009
® by ludovicolinho
ich denke ab heut in gedichten
es kommt einfach direkt aus mir
ich will nicht erzählen von geschichten
nur ein bisschen von mir

ich sitze hier und schreibe
das synchron auf was ich hör
denkst du ich mache scherze
dann hör mal ganz genau her

in mir sind verschiedne teile
der eine hier der andere dort
und alle haben zum troste
das eine und andere wort

ich liebe das leben die freiheit
und ganz besonders die fraun
die fraun sind an dieser welt das schönste
ohne sie da wäre ich taub

der teil der sagt es ist schlechtes
der wird jetzt gleich ignoriert
denn ich bin nur das beste
und alles andre das wird zerstört

die pflaster des lebens sind blutig
sie tun weh von zeit zu zeit
doch auch wenn man sie hurtig
nimmt , bleibt doch nur die zeit

ich denke immer wer versteht mich
denkt ihr wirklich ich kanns
doch auchh wenn mich das lähmt
vertrau ich ganz auf die kunst

wer immer das liest der wisse
ich bin neu in diesem geschäft
und was immer du denkst zu wissen
das interessiert mich so sehr wie die pest

wo genau ist jetzt das ende
dieses schönen gedichts
ich schreibe beinah behände
es fließt und fließt und fließt

achja nur noch eins
ich mag die menschen sehr
nur manchmal da denk ich mir echt
what the fuck is going on here?!
...wurde im Genre Poesie am 15. Februar 2009 erstellt , zuletzt verändert von erli am 15. Februar 2009

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Freitag, 13. Februar 2009
jetztzeit
® by ludovicolinho
die zeit vergeht wie im flug
gerade des nachts geht sie schnell
sie ist frei von lug und betrug
sie ist ehrlich, kommt immer bestellt

grad der versuch sie zu fangen
ist lustig, ja das sag ich dir
denn die unsrigen zangen
sind nicht da -
und doch sind sie hier
...wurde im Genre Poesie am 13. Februar 2009 erstellt  am 13. Februar 2009

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Donnerstag, 12. Februar 2009
Das Analphabet
® by erli
ich lerne jetzt lesen und schreiben
aber nicht wie ihr alle das seht
von mir aus könnt ihr so bleiben
ich lerne das Analphabet

ihr werdet mich nie überzeugen
das hat euch der Wind zugeweht
ich leb um die Moden zu beugen
darum lern ich das Analphabet

ich übe die Federn zu führen
wie es den Augen gefällt
es wird heftig - ihr werdet es spüren
wie sehr ihr euch auch verstellt

es wird keine Blätter mehr geben
da ihr nicht in die Wälder geht
bald lebt ihr ein besseres Leben
denn ich kann das Analphabet

worüber wollt ihr noch schreiben?
wo doch eh schon alles steht
ihr solltet die Winde vertreiben
und lernt jetzt das Analphabet!
...wurde im Genre Poesie am 12. Februar 2009 erstellt , zuletzt verändert von erli am 05. Juni 2009

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Montag, 1. Dezember 2008
ohne Titel
® by hilal
Sanft wie die Augen des hungrigen Löwen,
Hart wie die Flocken des ersten Schnees,

Schmerzhaft wie der Kuss der stolzen Mutter,
Lindernd wie der Schlag des wütenden Peinigers,

Leise wie die tobenden Wogen der Flut,
Laut wie die Schritte der nächtlichen Katze,

Zerstörend wie die Stimme des kläglichen Bettlers,
Belebend wie die schleichende Schwärze des Todes,

die Liebe.
...wurde im Genre Poesie am 01. Dezember 2008 erstellt  am 01. Dezember 2008

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