hibbelig, hubbelig, wibbelig
Dienstag, 30. Mai 2017
Status wo
® by erli
Gekommen aus der dunklen Zeit
Hand in Hand und nur zu zweit
die eine und die gleiche Seele

Schweigend wie aus einer Kehle
traurig wie aus einem Herzen
Andacht der Gedächtnis-Kerzen

Aus Angst einander zu vertrauen
und sich heimlich zu durchschauen
in zarter Hoffnung nur verbunden

Stehen dort für ein Paar Stunden
in der Welt der tausend Glücke
Zwei und sehen fremde Blicke

aus schönen und vertrauten Augen
In dem Wunsch geliebt zu werden
begleitet von so vielen Scherben

Durchreisen sie die dunkle Zeit
Hand in Hand und nur zu zweit
...wurde im Genre Poesie am 30. Mai 2017 erstellt , zuletzt verändert von erli am 30. Mai 2017

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Dienstag, 17. Januar 2017
Katharsis - Dämmerung
® by schtueck
Im kosmischen Stundenglas zerrinnt ein Mensch.
Zwischen Stürmen aus Wut und Liebe, Angst und Mut
in Dimensionen zerstreut, um Zeitalter gebeugt.
Tausendfach gebrochen; tausendfach gefügt.
Wenn Mut Moral bekämpft und Licht
von Glück so weit wie Dunkelheit;
wenn Liebe Grenzen sprengt und das zum Herzschlag
nicht Befähigte Vergänglichkeit verweigert,
fordert Leben eine neue Kraft.
Und aus den Splittern eines Seins wird eins und
aus der Glut der neugeborenen Seele
entsteht ein Werk.
...wurde im Genre Poesie am 17. Januar 2017 erstellt , zuletzt verändert von schtueck am 17. Januar 2017

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Dienstag, 6. September 2016
Der Einsame Thron
® by schtueck
Erfolg war dir im Leben hold,
in deinen Kammern glitzern Schmuck und Gold,
du sitzt nun oben – welch Blick! – auf einem Stuhl, verziert und schick.
Auf solcherlei Sicht ist mancher erpicht, doch hat er sie nicht, denn –
du hast sie und vergisst das nie.

Blick nach unten.
Schande, Scham.
Suchst, wer dir die Liebe nahm.
Fehlersuche. Leere. Absturz. Neustart.

Sitzt nun ganz weit oben, ganz allein,
gibst dir selbst den Kuss, kämpfst tapfer, mutig, furchtlos gegen alle, wenn du musst.
Ehre wem Ehre gebührt!
Musstest immer schon dein eigener Meister sein.
Wohin all dies führt?
Einer gegen alle? Wie gemein!
Soll dies der Lohn des Lebens sein?
Sie zerren und reißen an deinen Beinen; mancher hat bitteres Salz zu weinen.
Sehnst dich gen Himmel, wo nichts sich spiegelt,
Die Kammern versiegelt,
Schatz und Herz –
Eine Straße. Ein Sammler.
Unerträglich heimlich schleicht der Fehler sich ein – unsägliche Pein!
Die Kammern verrammelt, was bleibt laut genossen.
Laut gegen Angst. Angst. Angst.
Was ist der Schatz um den du wirklich bangst?
Die Kammern geschützt, wertvollstes Gut, selige Glut.
Und immer heizen und heizen und heizen.
Hast du deine Liebe verheizt?
Du hast dich selbst eingeschlossen.

Immer und immer zerren und reißen sie.
Blick nach unten.
Schande, Scham.
Suchst, wer dir die Liebe nahm.
Fehlersuche. Leere. Absturz. Neustart.

Hach! Ist das schön hier oben!
Sieh wie sie den Erbauer loben.
All die Bedürftigen, wie sie ihn preisen,
ihm laut und heiser seinen Respekt erweisen.
Hör zu! Hör zu! Hörst du den Respekt?
Ja! Ja! Wir hören! Wir hören wie er dir schmeckt!

Und zerren und reißen sie nicht doch?
Und graben sie nicht wenn sie nicht kriechen an deinem Stuhl?
Sie werden sich laben wie die Raben,
wenn sie dich kriegen geht es ab ins finsterste Loch!
Sie wollen es doch! Sie wollen es doch!

Blick nach innen.
Absturz. Neustart.

Lass Krumen fallen in die finsteren Hallen,
Respekt! Respekt!
Luftballons zum Platzen gefüllt mit Respekt!
Achtung! Achtung! Frische Achtung!
Vakuumiert und in Luftpolsterfolie verpackt,
die beim Öffnen schön raschelt und knackt.
Ab in die Kammern, orgiastischer Schmaus!
Alles hinein, bloß nichts hinaus.
Sei auf der Hut!
Wer Schwäche riecht, kriecht nicht gut.
Respekt gegen Krumen!
Brav!
So muss das sein.

Doch halt ein!
Sieh den Schimmer der Hoffnung am unteren Horizont –
es lichtet sich die Wolkenfront.
Frieden findet, wer Tränen vergießt;
sein Herz nicht vor Reue verschließt.

Furchen deiner Finger im harten Holz deiner Ehre.
Siehst du den Pfad, siehst du die Kehre?
Nimm Mut und nimm Weh,
du verfügst über beides, wie ich mit Zuversicht seh‘,
und schaffe Wehmut daraus.
So geht die Geschichte am Ende gut aus.

Willst du herrschen, in deiner Welt?
Frei und wie es dir gefällt?

Findest du Kraft dich zu erheben?
Findest du Kraft zu schweben?

Das Leben hat dir mehr zu geben.
Steig herab von deinem einsamen Thron.
Blick nach unten –
Schritt für Schritt.
Lächeln und offene Arme, kein Hohn.
Schritt nach unten –
sorgsam Tritt um Tritt.
Wir sind hier.
Wir helfen dir.
Steig herab von deinem einsamen Thron; es wartet fürstlicher Lohn.
Hier unten sind Menschen und wenn sie dich kriegen –
wollen sie dich lieben.

Das hast du gut gemacht; du hast das Meiste geschafft.
Nur das Schwerste steht noch bevor.
Nun löse die Klammern und öffne die Kammern.
Finde, was dein Ich früh verlor.

Blick nach innen.
...wurde im Genre Poesie am 06. September 2016 erstellt , zuletzt verändert von schtueck am 06. September 2016

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Dienstag, 25. Februar 2014
Familienrecht in elf Versen
® by schtueck
Lieber Herr Klausurersteller!
Auf den Erfolg in dieser Arbeit,
Auf Glanz und Glorie und Herrlichkeit,
Verwett' ich keinen roten Heller,
Denn ich muss gesteh'n - oh Schande mein!
Reinen Wein schenk' ich nun ein,
Im Unterricht tat ich nur gammeln,
Anstatt familienrechtlich's Wissen anzusammeln.

Nun sitz' ich hier, ich dummer Tor,
Bin auch nicht klüger als zuvor -
Die gestellten Fragen sind gar schwer,
Ich raufe mir die Haare sehr,
Weiß weder ein noch aus -
Ach lieber Herr, es ist ein Graus!
Von Familienrecht hab' ich doch keinen Schimmer,
Und das Studieren des Gesetz' macht es nur schlimmer.

Aber dennoch will ich nicht verzagen
Und es wagen eine Lösung vorzuschlagen,
Die der Gerechtigkeit entspringt -
Woll'n wir hoffen, dass es mir gelingt!

Zunächst ist einmal festzustellen,
Euer aller rätselnd Geiste zu erhellen,
Das Amtsgericht in Weilheim ist zuständig;
Die Norm genau, die weiß ich nicht auswendig,
Doch weshalb Frau Frey davor bewahren,
Einmal zu Kind und Kegel nach Weilheim zu fahren?

Es ist nicht zu viel verlangt dorthin zu reisen,
Von München mit der Schienenbahn aus Eisen,
Bis nach Raisting und dann weiter,
Mit dem Bus durch's Bayernland -
Das ist ein Genuss gar altbekannt,
Denn die Menschen sind dort heiter,
Lustig, wohlgenährt und frohgemut,
Ach wie gut doch eine solche Reise tut!

Doch nun die Frag': Sollt' man der werten Dame,
Zu Gunsten ihres Mannes Zahlungspflichten auferlegen?
Beim Amtsgericht in Sachen Frey, das ist der Name,
Könnt' man sie nicht auch freiwillig dazu bewegen?

Die Eheleut', die Eheleut', die streiten sich gar sehr -
Ach! G'müt und Seel' wer'n mir da schwer.
"Das kann nicht Gottes Wille sein!"
Möcht' ich im Weg des Stuhlurteils zum Himmel schrei'n.

Die Ehe ist doch für die Ewigkeit!
Keine Unzucht sollst du treiben
Und dich an fremder Weiber Körper reiben!
Dieser Rosenkrieg geht mir zu weit,
Verdrießt er mir doch Gottes Herrlichkeit
Und der Ehe Heiterkeit.

Nur weil die Menschen einst erfanden das Familienrecht,
Sticht dies nicht aus des hohen Herrn Gebot - Allmächt'!
Auch der schönste Titel deines Amtsgerichts,
Nützt dir am Tage deines Todes nichts!

Drum rate ich euch, liebe Freys:
Beschwört nicht Gottes Zorn!
Probiert doch lieber etwas Neues und seid nice
Begrabt das Kriegsbeil; zieht des Geldes Dorn
Aus dem Fleische eurer Ehe -
Und sorgt euch um euer gegenseitig Wohl und Wehe.

Ihr habt ein Töchterlein - sie ist noch klein!
Um ihretwillen und in Gottes Namen,
Zieht zusammen, liebt euch fromm und rein -
Dies allein kann Gottes und des Amtsgerichtes Wille sein!
Amen.
...wurde im Genre Poesie am 25. Februar 2014 erstellt , zuletzt verändert von schtueck am 25. Februar 2014

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Donnerstag, 30. Januar 2014
Frühlingsblüte
® by jsteblue
Einst erquickte mich zur Frühlingsblüte
zu Wiesen während einer Badekur
Oh' hormonelles Cocktail feinster Güte
dort zur Schau gestellte Freikörperkultur.
...wurde im Genre Poesie am 30. Januar 2014 erstellt , zuletzt verändert von jsteblue am 27. Februar 2015

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Freitag, 17. Juni 2011
Wann gehen wir an's Meer?
® by schtueck
Wann gehen wir an's Meer?
fragst Du mich immer und immer wieder
"Du sehnst dich danach sehr", sagst Du,
immer und immer wieder,
denn, es riecht dort so gut nach Flieder
und Lavendel, denn, es blüht immer dann wenn,
Du davon träumst, Du gingest spazieren, dort
an diesem Ort deiner Phantasie
Realität wird er nie.
phantasieren, für immer nur phantasieren
danach gieren, verzehren; Du kannst dich nicht wehren;
bist gefesselt
an den Raum
den dein Geiste Dir gebietet - in all seiner Weite
in all seiner Enge.
"Es erzeugt - ein banges Gefühl", sagst Du.
Das wundert mich nicht, denn, es dauert lange.
Zu lange.
Die Frage ist, was fange ich mit dieser Frage an?
Lange. Ja mein Lieber, es dauert lange.
Niemals zu lange!
"Keine Bange, ich bleibe bei Dir", sage ich nur.
Und streichle deine Wange.
...wurde im Genre Poesie am 17. Juni 2011 erstellt  am 17. Juni 2011

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Dienstag, 12. April 2011
Von Bäumen lernen.
® by erli
Ein Baum tut keine großen Schritte
und wird doch hundert Jahre alt.
Pro Jahr ein Ring um seine Mittte
in tausend Jahrn ein ganzer Wald.

Niemand war schon immer groß.
Sogar der allerstärkste Stamm
wuchs irgendwann ganz unten los.
So wie der Bock als braves Lamm.

Als kleiner Spross ist es nicht leicht:
Es scheißt der Hirsch, es beißt der Wurm
und falls das Licht zum wachsen reicht
entwurzelt man beim nächsten Sturm.

In Frieden leben nur die Alten
die selbst im schlimmsten Ungewitter
stets ihr Gleichgewicht behalten
Ganz frei von Angst und Rumgezitter.

So weißt Du nun mein sattes Kind
auch wenn wir klein und ängstlich sind
müssen wir doch weiter sprießen
Und darum den Spinat genießen.
...wurde im Genre Poesie am 12. April 2011 erstellt , zuletzt verändert von erli am 17. Juni 2011

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Sonntag, 6. Februar 2011
Onkel Wowa
® by erli
Meine kleine Zicklein
steht oben auf dem Dach,
я кричу geh runter
она стоит и lacht.
...wurde im Genre Poesie am 06. Februar 2011 erstellt  am 06. Februar 2011

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Mittwoch, 23. Dezember 2009
warm und kalt
® by erli
Winter Wonne Kuscheldecke
Kätzchen hinter jeder Hecke.
Flauschig warm und wohlig weich
Kalter Frosch im starren Teich.

Am Ofenrohr die Hände frieren
Friedlich gähnen. Musizieren.
Der Winter ist ein frommer Gast
Er fällt uns aber auch zur Last.

Heizungsrohre tauen lassen
Eingeschneit den Bus verpassen
Tiefgefroren bis zum Kerne
Die Zunge hängt an der Laterne

Blaue Zehen. Nasses Warten.
Stundenlang den Motor starten.
Husten Schnupfen Heiserkeit
Oh Du gnadenlose Zeit.
...wurde im Genre Poesie am 23. Dezember 2009 erstellt , zuletzt verändert von erli am 17. Juni 2011

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Mittwoch, 16. Dezember 2009
Jeremias in Afrika
® by schtueck
Kaum sah ich das Futter, war es fort
An einem sicheren und wohl behüteten Ort
Man nennt ihn: den Magen!
Über den Magen gibt’s viel zu sagen und manches zu fragen,
ich werd‘ es nun wagen und euch mit einigen Weisheiten plagen.

Ist er gut gefüllt wirst Du niemals verzagen
Ist er leer hingegen einiges wagen,
ihn wieder zu füllen, nimmst es auf mit schrecklichen Tieren,
gar wildem Brüllen, trachtest nach ihrem Fleische
auf dass der Hunger von Neuem weiche!

Und dann, lasst’s mich euch sagen;
Nach getaner Arbeit folgt gut gefüllter Magen.
So ist’s, nur dass ihr’s wisst. Und dann,
nach erfolgreicher Jagd bereitet die Magd
das wilde Wild gar köstlich zu zu zubereitetem Schmaus,
gar köstlich Gelagen es geziemt sich zu fragen…
..wer war denn der kühne Held dem wir verdanken
den ganzen Saus und den Braus?

Ohne zu wanken bracht er die Beute zum schwanken
stieß sie präzise darnieder, nun find‘ sie sich wieder…
Am Spieße über dem Feuer, das leckere Ungeheuer!
Selbst der Bettler der Mann ohne Geld nagt
Danke O Held - nicht länger an dieser Maus, es war wahrlich ein Graus;
Und vom Mahle bleibt noch genug für die Laus
In seinem Haar, das ist ja wunderbar!
Zuckerwatten für die Ratten,
es ist genug für Alle da!

Nun, sicher könnt ihr’s kaum erwarten,
ich werd‘s euch nun verraten, wer’s ist,
der kraft seines Mutes viel Gutes uns tut.

Es ist der da drüben, der mit dem weißen Hut
dem geknüpften Zopf, aus tiefbraunem Schopf
in seinen weißen Hosen und Hemden,
hat er die edlen und kraftvollen Züge eines nördlichen Fremden,
Er kam um zu geben, Freude am Leben,
Weisheit und Güte, Wonne in Aller Gemüte,
Ein hoch auf den Ritter, den Paladin, in unserer Mitte!

Schon bald hingen die Neger dick , kugelrund und kerngesund,
wie die reifen Trauben an ihren Reben, und
freuten sich ihres Lebens tagein tagaus,
nur der Jerry, Gott sei’s gedankt, er ist’s um den sich diese Geschichte rankt;
er kehrt wieder heim und sorgt dort für Stoff, auch
für den nächsten, wohl wohlgedichteten Heldenreim.
...wurde im Genre Poesie am 16. Dezember 2009 erstellt  am 16. Dezember 2009

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