hibbelig, hubbelig, wibbelig
Samstag, 30. August 2014
Der tote Dichter
® by jsteblue
"Hat die Muse mir den Kuss verwehrt!
Wieder - mein Herz mit Wehmut beschwert!
Womit nur verdien' ich armer Schuft
solch Kälte emotionaler Wucht.

Ist's denn ein Mangel an Zucht?
- Oh weh. Wie gelingt die Flucht?

Mir vor mir selbst in die Gruft
weg von solch unheil'ger Luft!
Geschwängert von unzähmbar` Zorn:
tief sitzend der schwielende Dorn.

Der Galgen ist's,
an dem nun all meine Hoffnung hängt
- die Muse bricht's,
ihr Wort, das ich schon lange verdrängt."

-

Da baumelt der Dichter,
beleuchtet durch Lichter.
Er beendet sein Lied,
weil's die Menge vermied;
tot ist er nun.
Mag nur noch... ruhn.
...wurde im Genre Arschesie am 30. August 2014 erstellt , zuletzt verändert von jsteblue am 18. Juni 2015

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Dienstag, 18. Februar 2014
Traumberuf: Dichter
® by erli
Im Frühling wenn die Sonne scheint
des Dichters Herz vor Wonne weint
er setzt sich hin und zieht ein Blatt
und denkt was er zu schreiben hat.

Er dreht den Stift, er dreht ihn wieder
dann dehnt und streckt die Fingerglieder
er lehnt sich vor, er stützt sein Kinn
und grübelt gründlich vor sich hin.

Soll er ein Lied der Liebe schreiben
von goldner Zier und bunten Reigen
auch könnt er die Natur lobpreisen
dem hohen Herrn den Dienst erweisen.

Da hofft er jäh und träumt sich schon
der ersten Früchte süßen Lohn –
im Jahr zuvor ward er gebeten
am Markt zur Lesung aufzutreten!

Die Fantasie nimmt ihren Lauf
doch der Dichter schreibt nichts auf
und wie vom Fenster geht das Licht
so schwindet auch sein Frohgesicht.

Er denkt bei sich: "Dieser Frühling ist
doch so ein scheiß Wetter, ständig dunkel
Abends und wie soll man da dichten"
und wütend bis der Stift ihm zittert
den Stuhl rückt und das Blatt zerknittert.
...wurde im Genre Arschesie am 18. Februar 2014 erstellt , zuletzt verändert von erli am 18. Februar 2014

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Freitag, 17. Juni 2011
Von Bäumen lernen.
® by erli
Ein Baum tut keine großen Schritte
und wird doch hundert Jahre alt.
Pro Jahr ein Ring um seine Mittte
in tausend Jahrn ein ganzer Wald.

Niemand war schon immer groß.
Sogar der allerstärkste Stamm
wuchs irgendwann ganz unten los.
So wie der Bock als braves Lamm.

Als kleiner Spross ist es nicht leicht:
Es scheißt der Hirsch, es beißt der Wurm
und falls das Licht zum wachsen reicht
entwurzelt man beim nächsten Sturm.

In Frieden leben nur die Alten
die selbst im schlimmsten Ungewitter
stets ihr Gleichgewicht behalten
Ganz frei von Angst und Rumgezitter.

So weißt Du nun mein sattes Kind
auch wenn wir klein und ängstlich sind
müssen wir doch weiter sprießen
Und darum den Spinat genießen...
...wurde im Genre Arschesie am 17. Juni 2011 erstellt , zuletzt verändert von erli am 30. Mai 2014

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Freitag, 21. Januar 2011
Der Knabe
® by fritjof bloodfield der 2te
Es stieß an einem spitzen Stein
Ein kleiner Knabe sich sein Bein.
Viel Blut und Tränen hat vergossen
Doch sind sie nicht umsonst geflossen,
Denn wissend auch in spätren Zeiten,
Dass spitze Steine Schmerz bereiten,
Hatte er als Demonstrant
Spitze Steine stets zur Hand.
...wurde im Genre Arschesie am 21. Januar 2011 erstellt  am 21. Januar 2011

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Montag, 30. August 2010
Hahn oder Ei?
® by erli
Ich wollt ich wär ein Ei
mit Nest und Huhn dabei
Auch tät ich Sonntags ruhn
Hätt eh nicht viel zu tun

Ich wollt Du wärst ein Huhn
mit Sieben-Meilen-Schuhn
Dem Bauer kämst Du frei
nähmst mich als Ei dabei

Ich wollt ich wär ein Hahn
Mit Federn wie ein Schwan
So schrie ich morgens brav
den Kaiser aus dem Schlaf

Ich wollt ich wär ein Bär
da wär das Lebn nicht schwer
Ich kaufte mir nen Honigtopf
und stülpte ihn mir übern Kopf
...wurde im Genre Arschesie am 30. August 2010 erstellt , zuletzt verändert von erli am 24. Mai 2012

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Montag, 15. Februar 2010
Trilogie des kläglichen Lebens
® by erli
Der traurige Clown.

Es war einmal ein Clown
dem konnte man nicht traun
er hatte sieben Fraun
mit sieben roten Nasen
das störte ihn beim Blasen
und brachte ihn zum rasen.
Drum tat er sie verhaun.


Das gekochte Pferd.

Es war einmal ein Pferd
das war sein Geld nicht wert.
Die Beine warn verkehrt
tat an der Decke laufen
war ständig nur am saufen
und Rauschmittel verkaufen.
Drum kam es auf den Herd.


Der lebensmüde Furz.

Es war einmal ein Furz
dem war das Leben Schnurz.
Drum blieb er auch nur kurz
denn gestern schon entwichte
dem Tunnel er zum Lichte.
Schrieb niemals groß Geschichte
und wohnte unterm Schurz.
...wurde im Genre Arschesie am 15. Februar 2010 erstellt , zuletzt verändert von erli am 22. April 2016

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Sonntag, 24. Januar 2010
Stein
® by schtueck
Ich schritt im frühling durch meinen garten,
und trat auf einen harten,
wenn auch etwas unbedarften stein.
Ich will nicht gemein sein.
In meinem schritt gab ich ihm - zu bedenken,
einen recht heftigen tritt;
in dessen mitte.
„Ist dies hier die sitte“ zu erfahren war des steines bitte.
ich stemmte die hände in meine hüfte und verblüffte
den stein mit einer gegenfrage.
Und wenn ich dir sage dass mein fuß gar schmerzen litte durch diese unsitte;
Hier zu liegen in meinem garten und zu warten auf den friedlichen gänger des spazier,
der hier zu lustwandeln suchte und nun flucht angesichts der veruchten wucht,
klauen der pein und des schmerzes gar rein, durch die kluft des fußes bis hinauf ins gebein,
ich meine, es braucht nicht die muße der muse glaubhaft zu bescheinen dies ist ein schmerz der nagt an der wohlgemüten seele schutzhaftem nerz.
Terz. Meinte der Stein doch berechtigt wider zu sprechen zu sein.
Es war nicht seine absicht und sicht sei sowieso nicht sein ding, fing der wicht mir an zu erklären.
Einen bären, mir aufzubinden, ich wollt‘ ihm freilich leidlich gewähren.
So trat ich ihm, entgegen jeglicher sitte, erneut in dessen mitte.
Diesmal nur besser gezielt, so dass er zuhielt, auf nachbars garten, ich kann’s kaum erwarten, bis dieser fängt seinen schritt mit einem wohlverfehlten tritt auf einem gar harten, wenn auch etwas unbedarften…
...wurde im Genre Arschesie am 24. Januar 2010 erstellt , zuletzt verändert von schtueck am 25. Januar 2010

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Dienstag, 15. Dezember 2009
Wer wär wer?
® by erli
Wär’ das Leben ein Ponyhof
Ich kaufte mir ein Pferd.
Die Konkurrenz wär klein und doof
Mein Hengst wär heiß begehrt.

Wär’ das Leben ein Wunschkonzert
Ich wär’ der Dirigent.
Und wer nicht auf das Stöckchen hört
Den werf’ ich aus der Band

Wär’ das Leben eine Nudelsupp
Ich wär’ die Prise Salz.
Hauptzutat beim Küchen-Trupp
Auf ewig Gott erhalt’s!

Wär das Leben Zuckerschlecken
Mein Garten würde sprießen.
Dreitausend Hektar Vollrohr-Hecken
Und Jungfraun, die sie gießen.
...wurde im Genre Arschesie am 15. Dezember 2009 erstellt , zuletzt verändert von erli am 31. Dezember 2010

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Mittwoch, 23. September 2009
dasendlosgedicht
® by neptox
Pipischen hat en Röckschen an

bis kurz vor an die Knie

und wenn Pipischen hüpfen tut

Dann sieht man sein

Pipischen hat en Röckschen an

bis kurz vor an die Knie

und wenn Pipischen hüpfen tut

Dann sieht man sein

Pipischen hat en Röckschen an

bis kurz vor an die Knie

und wenn Pipischen hüpfen tut

Dann sieht man sein

Pipischen hat en Röckschen an

bis kurz vor an die Knie

und wenn Pipischen hüpfen tut

Dann sieht man sein

Pipischen hat en Röckschen an

bis kurz vor an die Knie

und wenn Pipischen hüpfen tut

Dann sieht man sein

Pipischen hat en Röckschen an

bis kurz vor an die Knie

und wenn Pipischen hüpfen tut

Dann sieht man sein

Pipischen hat en Röckschen an

bis kurz vor an die Knie

und wenn Pipischen hüpfen tut

Dann sieht man sein

Pipischen hat en Röckschen an

bis kurz vor an die Knie

und wenn Pipischen hüpfen tut

Dann sieht man sein

Pipischen hat en Röckschen an

bis kurz vor an die Knie

und wenn Pipischen hüpfen tut

Dann sieht man sein

Pipischen hat en Röckschen an

bis kurz vor an die Knie

und wenn Pipischen hüpfen tut

Dann sieht man seinen fetten haarigen Sack
...wurde im Genre Arschesie am 23. September 2009 erstellt  am 23. September 2009

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Mittwoch, 13. Mai 2009
Der einsame Herr B
® by schtueck
Die folgende Geschichte handelt von dem einsamen Herrn B, der ein schlecht laufendes Geschäft im Einzelhandel für Baumaterialien betreibt. Eines Tages betritt - in Herrn Bs tristem Alltag eine seltene Begebenheit - ein Kunde seinen Laden. Dieser Kunde ist Herr A - auf der Suche nach - nun Sie werden sehen. Folgendes trug sich zu:

Herr B begrüßte Herrn A hoch erfreut und überschwänglich...

"Holz, Eisen oder Stein -
Was darf's denn heute sein?"

"Mit Verlaub, ein Gläschen Wein."

"Bedaure! Wir haben hier nur
Holz, Eisen oder Stein."

"Ich möchte aber bitte Wein."

"Bedaure! Wir haben hier nur -"

Herr A ward inzwischen leicht ungeduldig ob seines sinkenden Alkoholpegels.

"Ja ja! Holz Eisen oder Stein. Schon klar.
Ich möchte aber bitte Wein."

" Bedaure! Wir -"

"Das kann doch gar nicht sein!
Ich möchte Wein und krieg nur scheißdrecks Stein!
Wieso habt ihr hier kein Wein?"

"Ja schon, ein Gläschen Wein das wäre unbestreitbar fein!
Jedoch ein Wein der ist nicht Mein wir haben hier nur -"

"Holz, Eisen oder Stein" äfft er Herr A Herrn B in Anbetracht dessen höflicher Umgangsweise vollkommen unangebracht despektierlich nach.

Doch Herr B lässt sich davon nicht so leicht einschüchtern. So leichtfertig lässt sich selbst der einsame Herr B die seltene Gelegenheit eines Geschäftes nicht entgleiten!

"Ja ja genau! hochwertig und rein!
Darf's davon etwas sein?"

"NEIN! NEIN und nochmals NEIN!!!
Es ist ein Graus! Warum ging ich überhaupt in diesen Laden rein?"

"Ja dann gehen Sie halt wieder raus!
Sie müssen ja hier drin nicht sein!"

Nun ist also auch dem überaus geduldigen Herrn B der Kragen geplatzt.

"Sie drecks Säufer-Laus! Kommt hier rein, pisst mir ans Bein und will nur Wein und nichts von meinem feinen Stein!"

"SIE SIE..! Ja? Säufer-Laus? Nein! Das halte ich nicht aus! Sie haben recht, da geh ich lieber wieder raus."

Gesagt getan Herr A zog wieder in die weite Welt hinaus und suchte anderswo sein Wein und der einsame Herr B - wie könnt es anders sein - war mit seinem feinen Stein von Neuem ganz allein.

Das wars, die G'schicht ist aus, bitte sparen sie nicht mit Applaus!
...wurde im Genre Arschesie am 13. Mai 2009 erstellt , zuletzt verändert von schtueck am 13. Mai 2009

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